Tokio 2020

Die Corona-Pandemie hat weltweit große Tumulte im internationalen Sportkalender verursacht. Auch die Olympischen Spiele 2020 mussten um ein Jahr verschoben werden. Gastgeber der Spiele der XXXII. Olympiade bleibt die Stadt Tokio. Die Olympischen Spiele in Japan finden nun vom 23. Juli  bis zum 8. August 2021 statt. Die neuen Nominierungstermine für das Team Deutschland werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Nach 1964 richtet Tokio zum zweiten Mal Olympische Spiele aus. Die japanische Hauptstadthatte sich bereits für die Spiele 2016 beworben. Mitbewerber für die Olympischen Spiele 2020 waren Istanbul und Madrid. Die Mitglieder des IOC entschieden am 7. September 2013 in Buenos Aires, dass Tokio der Austragungsort der Olympischen Spiele 2020 sein sollte.

Grundlagenpapiere zur Nominierung

2. Sportartspezifische Qualifikations- und Nominierungskriterien 

Richtiger Umgang mit der Rule 40

Rule 40

Rule 40 besagt gemäß Olympic Charter vom 17. Juli 2020: „Teilnehmer, Offizielle und andere Mitglieder der jeweiligen olympischen Mannschaften, die an den Olympischen Spielen teilnehmen, können gestatten, dass Details zu ihrer Person sowie Namen, Bilder oder sportliche Leistungen, in Übereinstimmung mit den Richtlinien des IOC Executive Board, für Werbezwecke während der Olympischen Spiele verwendet werden.“

Rule 40 gilt nach den „Commercial opportunities for Participants during the Rescheduled Olympic Games Tokyo 2020 (2021)“ des IOC („Key Principles“) für jede Verwendung eines Namens oder eines Bildes der genannten Personen und für jede Art werblicher Aktivität (Print, TV, digital), inklusive Social Media, Apps sowie Pressemitteilungen, Anzeigen, Mailings und Werbung in Geschäften. „Während der Olympischen Spiele“ ist der Zeitraum ab dem neunten Tag vor der Eröffnungsfeier bis zum dritten Tag nach der Schlussfeier (sog. frozen period). 

Rule 40 dient u.a. dem Schutz der vertraglichen Exklusivrechte der olympischen Sponsoren des IOC sowie der Sponsoren der Nationalen Olympischen Komitees und des Ausrichters der Spiele. Um die regelmäßige Veranstaltung der Olympischen Spiele sicherzustellen, soll verhindert werden, dass durch Werbemaßnahmen, die nicht-olympische Sponsoren mit Teilnehmern der Olympischen Spiele machen, die Wertschätzung der Olympischen Spiele in unlauterer Weise ausgenutzt wird, ohne dass der betreffende Sponsor hierzu einen finanziellen Beitrag geleistet hat (sog. Ambush-Marketing).

Für Mitglieder des Team Deutschland gelten die Beschränkungen, die sich aus den Key Principles und sonstigen IOC-Regeln zu Rule 40 ergeben, für alle Werbemaßnahmen, die in den Anwendungsbereich des Leitfadens fallen, aber nur eingeschränkt unter Berücksichtigung des deutschen Rechts. Dafür müssen Deine Werbemaßnahmen bestimmte Zulässigkeitskriterien erfüllen.

Der DOSB-Leitfaden gilt bis zum Abschluss der Olympischen Spiele 2026 (= Ende der frozen period) für alle Werbemaßnahmen von Athleten und anderen Mitgliedern des Team Deutschland mit einem eigenen Sponsor („Individualwerbung“), die auf Deutschland zielen und nicht über das deutschsprachige Ausland (Schweiz, Österreich) hinauswirken und somit nicht Teil einer internationalen Werbekampagne dieses Sponsors sind.

Internationale Bestimmungen

Wird eine Werbemaßnahme geplant, die sich auf mehrere andere nicht-deutschsprachige Länder bezieht oder zusätzlich zu Deutschland auf mindestens ein nicht-deutschsprachiges Land zielt, so ist sie Teil einer internationalen Werbekampagne Deines Sponsors („internationale Werbemaßnahme“). 

Für solche internationalen Werbemaßnahmen sehen die Dokumente des IOC zur Rule 40 (sowie die IOC Social Media Guidelines) unter bestimmten Voraussetzungen vor, dass Du und/oder Dein Sponsor das IOC hierüber rechtzeitig (grundsätzlich bis zum 15. Mai 2021) informierst. Dies sollte direkt über die Meldeplattform rule40.olympic.org erfolgen.

Für internationale Werbemaßnahmen benötigst Du keine Zustimmung des DOSB. Du bist auch nicht verpflichtet, sie beim DOSB anzumelden. Um Gewissheit zu haben, ob das IOC zuständig ist, solltest Du den DOSB aber über solche Werbemaßnahmen informieren. 

Es gilt zu beachten, dass nationale Werbemaßnahmen in DOSB-Leitfaden „Werbemöglichkeiten und -grenzen während der Olympischen Spiele“ weiter definiert werden als der entsprechende Begriff „advertising targeted at a particular territory“ in den Key Principles und den sonstigen IOC Regeln zu Rule 40. Die anderslautenden Definitionen nationaler und internationaler Werbung in den Key Principles und den sonstigen IOC Regeln zu Rule 40 werden in Bezug auf Werbemaßnahmen von Mitgliedern des Team Deutschland und ihrer Sponsoren entsprechend eingeschränkt. 

Sauberer und Fairer Sport

1. Anti-Doping

Informations- und Schulungsmaterial

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ist die Instanz für sauberen Sport in Deutschland. Mit den beiden zentralen Säulen Prävention und Kontrolle trägt die Arbeit der NADA maßgeblich zur Integrität und Glaubwürdigkeit sportlicher Leistungen bei. Im Kontext der Dopingprävention bilden die Sensibilisierung für die Thematik sowie die Informationsvermittlung den Mittelpunkt der Maßnahmen. Die wichtigsten Akteure der Anti-Doping-Arbeit sind zweifelsfrei Athlet*innen. Mit ihrer Vorbildfunktion und einem verantwortungsbewussten Einsatz für dopingfreien Sport, stehen sie maßgeblich für zentrale Werte des Sports wie beispielsweise Fairplay und Respekt.

Um alle Mitglieder des Team D über die geltenden Anti-Doping-Bestimmungen bei den Olympischen Spielen in Tokio aufzuklären, steht der von der Welt Anti Doping Agentur (WADA) entwickelte e-Learning-Kurs „ADEL für die Olympischen Spiele (Deutsch)“ zur Verfügung. Alle Team D Mitglieder werden gebeten, den ca. 30-minütigen Kurs zu durchlaufen, das anschließende Quiz erfolgreich abzuschließen sowie an der Kurzumfrage der WADA teilzunehmen.

Die Teilnahme am Kurs erfolgt dabei über die Lernplattform ADeL der WADA bzw. auf direktem Weg über folgenden Link:

ADEL für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio (Deutsch)

Dokumente und Regelwerke

2. Anti-Spielmanipulation / Umgang mit Insiderinformationen / Sportwetten

Informations- und Schulungsmaterial

IOC

DOSB

Erklärvideos
Es ist der Wettkampf, die Dramatik, die Begeisterung. Es ist dein Sport. Schütze ihn vor Wettbewerbsmanipulation. Denn Wettbewerbsmanipulation zerstört genau das, was den Sport ausmacht: Einen fairen Kampf und die Unvorhersehbarkeit des Spiels. Alle Informationen rund um Wettbewerbsmanipulation, den Gefahren und Konsequenzen sowie den wichtigsten Regeln findest Du in diesem Erklärvideo.  

Bist Du Mitglied im Team D? Dann schau Dir das Erklärvideo mit Frank Busemann an, der Dir die geltenden Regeln während der Olympischen Spiele erklärt!

Das Quiz mit Frank Busemann

Als Athlet*in hast Du eine Verantwortung, Deinen Sport, Deine Karriere und Deine harte Arbeit zu schützen. Erfahre mehr über Wettkampfmanipulation und stell sicher, dass Du die richtige Entscheidung triffst.  

Frank Busemann (Silber im Zehnkampf, Olympische Spiele Atlanta 1996) führt als Moderator durch dieses Video und erläutert die Gefahr von Wettbewerbsmanipulation, die geltenden Regeln während der olympischen Spiele und die Risiken bei Verstößen. Finde heraus, wie Du Dich und deinen Sport vor Manipulationen schützen kannst. Am Ende kannst Du dein Wissen in einem interaktiven Quiz überprüfen 

Du möchtest mehr über die Prävention von Wettkampfmanipulationen erfahren? Wir haben nützliche Ressourcen zur weiteren Lektüre zusammengestellt.  

Mach mit!
Dokumente und Regelwerke

IOC

Gesetzgebung in Deutschland

3. Prävention sexualisierter Gewalt

Informations- und Schulungsmaterial

In der DOSB-Broschüre „Für Respekt und Wertschätzung“ wird erläutert, inwiefern sexualisierte Belästigung und Gewalt ein Thema für den Erwachsenensport ist (Anmerkung: Die Broschüre ist aus dem Jahr 2013, so dass die dort aufgeführten Kontaktdaten z.T. nicht mehr aktuell sind)

Das IOC stellt auch einige hilfreiche Materialien zur Verfügung (in Englisch):

Dokumente und Regelwerke

4. Ethik und Good Governance

Informations- und Schulungsmaterial
Dokumente und Regelwerke

Recovery Games – Die Situation in Japan zehn Jahre nach Fukushima

Die Reaktorkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi am 11. März 2011 hatte beträchtliche Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Rund 300 Quadratkilometer in der Region Fukushima sind weiterhin Sperrgebiet und dürfen nur eingeschränkt betreten werden. Außerhalb des Sperrgebiets ist die zusätzliche Strahlenbelastung allerdings deutlich gesunken und wird 2021 auf einem Niveau wie die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland sein. Für die Athlet*innen geht daher von der Strahlenbelastung keine Gefahr aus.

Die Organisation IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. macht allerdings auf die ökologischen und sozialen Folgen der Reaktorkatastrophe aufmerksam. Für die Bevölkerung vor Ort sind sowohl die gesundheitlichen als auch die wirtschaftlichen Folgen nicht überwunden. Informationen zur Situation vor Ort und den Herausforderungen auch nach den Olympischen Spielen finden Sie beim Bundesamt für Strahlenschutz (https://www.bfs.de/DE/themen/ion/notfallschutz/notfall/fukushima/unfall.html) und bei IPPNW (https://www.ippnw.de/startseite.html).